Sebastian Eggers  
Regisseur                   Inszenierungen - Arbeit mit Amateuren - Vorbereitung auf Vorsprechen




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Hier finden Sie eine Auswahl an Szenenstudien, die ich in den letzen Jahren an der  "Universität der Künste" in Berlin geleitet habe.


Die Altruisten
von Nicky Silver

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Eine 2000 uraufgeführte Komödie des 1960 geborenen amerikanischen Autors Nicky Silver. Eine Gruppe junger Menschen engagiert sich, um die Welt zu verbessern, und stolpert über ihre Unfähigkeit, das eigene Leben zu meistern.

In dieser Farce und Mediensatire von Nicky Silver stecken Einsamkeit, Lebenslügen, Identitätssuche und Liebesgeschichten in einer Welt, in der Liebe Projektion ist, in der hinter der Maske von Idealismus moralische Erpressung und Egoismus stehen und in der Freiheit eine Lüge ist.

Was bleibt, wenn man sich in einer Zeit, in der Gruppenbewegungen vorbei sind, dennoch als Gruppe der Verbesserung der Welt verschreibt? Unsere Protagonisten entgehen weder der Prägung des Privatlebens durch die Medien noch dem kapitalistischen Überlebenskampf. Sie finden sich mehr und mehr in der Handlung einer Seifenoper wieder.

Endstation Sehnsucht
von Tennessee Williams

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Shoppen und Ficken
von Mark Ravenhill

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In einer Welt, in der Du bist, was Du Dir kaufen kannst, und der Markt für jede Sehnsucht das passende Surrogat bereit hält, wachsen vier junge Menschen auf.

Shoppen, Ficken und Drogen bieten die Möglichkeit eines temporäreren Ausstiegs aus der empfundenen Sinnlosigkeit einer Welt, in der zwischenmenschliche Beziehungen auf das rein Geschäftliche und Erotik
auf das rein Körperliche reduziert zu sein scheinen.

Trotz des Bedürfnisses, ihre Sehnsüchte und seelischen Bedürfnisse jenseits des Zugriffes (der Reglementierungen) des Marktes auszuleben, sehen die Figuren dieses Stückes in dem jeweils Anderen dennoch nie mehr als eine Projektionsfläche für die eigenen Wünsche.

In einem gesellschaftlichen Kontext, in dem die sozialen Ressourcen immer knapper werden und die Existenzkämpfe innerhalb des globalisierten Kapitalismus sich stetig verschärfen, wird jede der Figuren auf
unterschiedliche Weise mit der Notwendigkeit konfrontiert, zum ersten Mal Verantwortung für das eigene (Über-) Leben übernehmen zu müssen. In diesem Sinne ist „Shoppen und Ficken“ nicht nur der Schocker von 1998, sondern auch ein sensibles Stück über das Erwachsen-Werden im globalisierten Kapitalismus.