Sebastian Eggers  
Regisseur                   Inszenierungen - Arbeit mit Amateuren - Vorbereitung auf Vorsprechen



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Was mir an Deinen und Euren Aus- und Aufführungen gefällt, ist die Suche nach Substanziellem, dass Ihr es schafft, mit Stoffen und mit Amateuren berührende Geschichten zu erzählen und veritable Figuren zu finden, dass die Themen ernst genommen werden, dass man als Zuschauer teilnehmend und mit ästhetischem Vergnügen davor sitzt und als "Kenner" die (selbst-)ironischen Verweise auf die "Moden und Marotten" des Gegenwartstheaters genießt. (...) Was Ihr konkret tut erscheint fürs Amateurtheater als nachahmenswert, ist aber in Wirklichkeit unnachahmlich, weil es Eure individuelle Professionalität und Euer Engagement zur Voraussetzung hat. Ihr kommt dank Eurer Professionalität, zu der Euer Mittel- und Zweckbewusstsein gehören und die so aufmerksame wie liebevolle Fähigkeit, Eure Spieler bei sich abzuholen und zur Sache und zu Euch zu führen, auch im Amateurbereich zu hohen Leistungen in der Inszenierungs- und Schauspielkunst. Die gesehene Aufführung strebt wieder nach Perfektion und erreicht sie - auch im Low-Budget-Bereich!!! - nicht selten.
   Jörg Mihan, langjährig Dramaturg am Berliner Ensemble, inzwischen frei arbeitend als Dramaturg, Lehrbeauftragter, Lektor

Herr Eggers zeigte sich in allen Arbeiten als ein sehr angenehmer, menschlich zurückhaltender, aber künstlerisch fordernder Mitarbeiter. Er kann sich sehr gut auf die ihm anvertrauten Studierenden einstellen und arbeitet mit Beharrlichkeit an der Erreichung der gesteckten Ziele, auch wenn die Arbeit schwierig wird.

In "Shoppen und Ficken" gelang es ihm auf behutsame Weise, bei einigen der Studierenden Grenzen und Blockaden zu überwinden und ihnen zu einer neuen Qualität schauspielerischer Freiheit zu verhelfen.
   Univ. Prof. Karl Ludwig Otto, Studiengangsleiter Schauspiel – Dekan der Fakultät Darstellende Kunst - Vizepräsident der Universität der Künste in Berlin


Sebastian Eggers verfügt über eine natürliche Autorität, die ihm bei seinen gleichaltrigen Kommilitonen sehr zugute kam. Mit seinem persönlichen Engagement und seiner Ernsthaftigkeit ist er in der Lage, sehr schnell ein konzentriertes Arbeitsklima herzustellen. Intuitiv schafft er die schwierige Balance zwischen: die Schauspieler führen und ihnen Raum geben.

Seine Diplominszenierung ('Parasiten' von Marius von Mayenburg) zeichnete sich aus durch eine für einen Absolventen verblüffend sichere und genaue Schauspielerführung. Er brachte die Studenten zu schauspielerischen Leistungen, die sie z.T. bis dahin noch nicht gezeigt hatten. 

   Univ. Prof. Sabine Andreas, Universität Mozarteum Salzburg


Sein Körpertraining ist für Schauspieler äusserst kraft- und sinnvoll. Er schafft es, mit relativ einfachen Übungen die Schauspieler in eine direkte Konfrontation mit ihrem Körper zu bringen und sie dadurch zu unterstützen, ihren Körper als Ausdrucksmittel kennen und nutzen zu lernen. In den Szenenproben sah ich einen gereiften jungen Regisseur, der nicht nur ein tiefes Verständnis für die Vorlage hatte, sondern darüber hinaus die Schauspieler sicher zu einem fesselnden Spiel animieren konnte. Die Szenen entwickelten in einer unaufgeregten, aber äusserst konzentrierten Arbeitsatmosphäre Kraft und Klarheit.
   Gerd Wameling, langjähriges Ensemblemitglied der Schaubühne am Lehniner Platz, derzeit freier Schauspieler und Univ. Prof. für Schauspiel an der Universität der Künste in Berlin


Mich freuen seine zum "Markt" (und seinen Erfolgreichen) ganz und gar querstehen Ansichten: Der Textbezogenheit und dem aus der Person verantworteten Ausdruck.
   Corinna Kirchhoff, langjähriges Ensemblemitglied der Schaubühne am Lehniner Platz, derzeit frei arbeitend, u.a. am Wiener Burgtheater, am Berliner Ensemble und am Schauspielhaus Zürich


Eggers Regiemethodik hat es ermöglicht, dass einige Darsteller über die normale Amateurleistung hinaus wachsen. Das ganze Ensemble brachte eine reife, in Lesart und Konzeption klar durchdachte und dem Autor gerecht werdende Inszenierung aus die Bühne. Es ist eine ausgewogene und sensible Inszenierung zustande gekommen, da die Darsteller sowohl ihre Rolle selbst als auch die Figurenbeziehungen tiefsinnig erfassen und spielerisch reich gestalten.
   Dietrich Gross, Vorsitzender des Brandenburgischen Amateurtheaterverbands

Sebastian Eggers lässt einen verzweifeln. Er gibt keine Tipps. Er schlägt auch nichts vor. Eher füllt er den Raum ganze zehn Minuten mit fordernder Stille, geschmückt mit Beisätzen wie: „Ja aber wo willst du überhaupt hin?“. Und das ist auch gut so!

Was nützt ein fleischgewordener Spickzettel, wenn man ihn irgendwann nicht mehr parat hat. Schließlich soll der eigene Schaffensprozess gefördert und nicht stumpfe theoretische Abläufe erlernt werden. Die Antworten auf unsere Fragen liegen immer in uns selbst. Sie zu finden hat mich der Kurs mit Herrn Eggers angeregt. Seine strickte Hilfsverweigerung ist natürlich nicht wirklich ernst gemeint. Doch kommt es nie zu einer konkreten Vorgabe von Lösungen. Sondern seine Methode bleibt stets ein Hinterfragen des bereits Bestehenden und wohin es führen soll. Und in meinen Augen ist dieses Prinzip der Weg zum Erfolg. Begleitet von der steten Frage: „Wo will ich hin und wie komm ich dort an?
   Pieter Warmuth, Teilnehmer des Regie-Kurses 2011