Sebastian Eggers  
Regisseur                   Inszenierungen - Arbeit mit Amateuren - Vorbereitung auf Vorsprechen



Über mich
Inszenierungen
Einsame Menschen
Die Ratten
Was ihr wollt
Die Altruisten
Ein ungleiches Paar
Leonce und Lena
Was einer sucht, das findet er
Ein Monat auf
dem Lande

Kabale und Liebe

Das Spiel von
Liebe und Zufall
Parasiten

Unterricht
Lebenslauf
Referenzen

Links
Kontakt
Bildergalerie

Das Spiel von Liebe und Zufall
Pierre Carlet de Chamblain de Marixaux

Die menschliche Gefühlswelt steht im Mittelpunkt des neuen Theaterstückes, das die Schauspieler der Jugendkunstschule am Freitag und Sonntag auf die Bühne brachten. "Das Spiel von Liebe und Zufall" von Pierre Carlet de Chamblain de Marivaux ist ein Geflecht aus Gefühlen und Begegnungen. Marivaux lässt die Theaterbesucher bis in den letzten Winkel der menschlichen Seele blicken. Neid, Hass, Freude, Angst und Verwirrung bringen die Protagonisten an das Tageslicht. Eine große Herausforderung für die jungen Schauspieler, denen es durchaus gelingt, in die Gefühlswelt der handelnden Personen einzudringen.

Silvia (Lena Buchwald) und Dorante (Max Böthig) sollen miteinander verheiratet werden, so haben es zumindest die Väter beschlossen. Bevor das erste Treffen stattfindet, beschließt die junge Lady, ihren Zukünftigen als Zimmermädchen zu begrüßen. Auch Dorante tritt der Auserwählten als Diener gegenüber. Schon der erste Blick sagt alles, der junge Mann verfällt in Erstarrung wie eine Fliege im Netz der Spinne. Leicht errötend folgt Dorante ihren Spuren und wird schließlich harten emotionalen Prüfungen ausgesetzt. Seine Geliebte kostet die Ohnmacht aus, in minutenlangen, leidenschaftlichen Tiraden bringt sie ihn an den Rand der Verzweiflung. Eine bemerkenswerte Leistung der jungen Schauspielerin, die ihre Rolle mit vornehmer Hochnäsigkeit beherrscht.

Frech und frisch mit einem Hang zum Frivolen gestalten Steffi Schieferdecker als Lisette und Sven-Olaf Wegener als Arlequin ihre Rollen. Aber auch als Adlige können sie ihre Herkunft nicht verleugnen. Kaum dass sie sich kennen lernen, liegen sie auch schon als Knäuel auf den Bühnenbrettern. Steffi Schieferdecker lässt gekonnt all ihre weiblichen Reize spielen, das Publikum sieht amüsiert zu. Die ToB hat wieder einmal bewiesen, dass auch in Neuruppin sehenswertes Theater gespielt wird. Das ist nicht zuletzt dem Regisseur Sebastian Eggers zu verdanken. Er gibt an der Universität der Künste Schauspielunterricht und hat auch die Neuruppiner unter seine Fittiche genommen.
Märkische Allgemeine Zeitung

Das Spiel von Liebe und Zufall“ war 1730 geschrieben, der Tausch von Kammerzofe und Herrin ließ damals die gesellschaftlichen Normen ins Wanken geraten, heute nimmt der Zuschauer solche Standesunterschiede nicht als Sensation wahr. So mussten die Akteure mit anderen Dingen punkten. Sie taten es.(...)Temporeich brachten die sechs Schauspieler die Handlung zum Laufen. (...)
Wie die Neuruppiner Laiendarsteller das auf die Bühne brachten – das war sehr schön anzusehen. Vor allem die beiden weiblichen Darsteller – Lena Buchwald als Silvia und Steffi Schieferdecker als Lisette – sorgten für das hohe Niveau dieser kurzweiligen Aufführung. Max Böthig und Sven-Olaf Wegener machten ihre Sache als Herr und Diener beziehungsweise Schein-Diener und Schein-Herr gut. Der junge Regisseur Sebastian Eggers hatte sein Sextett gut in Szene gesetzt.


(...) Im Verlauf der Inszenierung bewiesen alle Schauspieler, dass sie Talent haben. Buchwald spielte sehr emotional und versetzte sich hervorragend in ihre Rolle. Böthig zeigte eine souveräne Leistung als Dorante, mehrmals brachte er die etwa 60 Gäste, die meisten von ihnen Mitglieder des Fördervereins, zum Lachen. Vor allem mit dem (gewollten) stümperhaften Stolpern beim Betreten der Bühne am Anfang der Aufführung gewann er viele Sympathiepunkte bei den Besuchern. Wegner war perfekt geeignet für seinen Part als adliger Diener, ungestüm eroberte er die Aufmerksamkeit der Beobachter mit Wortwitz, wilden Trinkereien und lustvollen Techtelmechteln mit Lisette. Doch auch in den ruhigen und nachdenklichen Szenen wussten alle Schauspieler zu überzeugen. Entsprechend laut war dann der Applaus am Ende der Inszenierung. (...)
Neuruppiner Anzeiger