| Sebastian Eggers Regisseur Inszenierungen - Arbeit mit Amateuren - Vorbereitung auf Vorsprechen |
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Leonce und Lena Georg Büchner Georg Büchners "Leonce und Lena" ist ein Lustspiel – eigentlich. Bei der Premiere der Neuruppiner Jugendkunstschule sieht das aber anders aus: Punk, Drogen und Existenzkrisen schütteln Kronprinz Leonce; der Staatsapperat des Königs schreit nach höheren Diäten; aus den Kulissen sind die Farben verschwunden. (...) Leonce (Max Böthig) dessen Leben geprägt ist von Langeweile und Melancholie, werkelt im Geiste unentwegt an seinem Sein - und kommt doch zu keinem Ergebnis. Die Menschen erscheinen ihm abgestumpft: "Sie verlieben, verheiraten, vermehren sich aus Langeweile". Selbst wirft er in der Disko Pillen ein und verliert sich mit Valerio in existentieller Fantasie. (...) Ein bissiges Portrait der Zeit um 1830 ist Büchners Stück, das auch anstrengt und belastet. Die Kunstschule wendet es nun schonungslos ins 21. Jahrhundert. Die große Welt, in der man sich alles kaufen kann, die aber keine Sinnangebote mehr macht, findet sich im Kleinen wieder. Vor kahler Kulisse und mit sparsamsten Requisiteneinsatz. Goßartig bewegt sich das Ensemble darin. Märkische Allgemeine, 11.05.09 Tatsächlich ist diese Version von Georg Büchner's "Leonce und Lena" hoch aktuell, frech, direkt und großartig gespielt. (...) Die nunmehr vierte Inszenierung Eggers' für das ToB hält sich zum Teil streng an Büchners Vorlage, an anderen Stellen geht sie frei damit um. Der junge Regisseur macht aus Büchners Gesellschaftssatire ein nicht weniger bissiges Porträt einer jungen Generation, die desillusioniert und des Lebens überdrüssig ist. Sie findet sich nicht zurecht in einer hedonistischen Welt, in der alles oberflächlich und sinnentleert bleibt. (...) Trotz des ernsten Themas versteht es Eggers, das Stück witzig und voller Seitenhiebe auf das Kommunikationszeitalter zu inszenieren. Ruppiner Anzeiger, 08.05.09 |
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